Lokale in Göttingen, die nicht jeder kennt

Mein Sommertag in Göttingen: durch die Stadt bummeln, das mediterrane Flair der Einkaufsstraßen genießen und dann zum Einkehren einen netten Platz im Schatten suchen. Nicht alle Göttinger und wenige auswärtige Gäste wissen, dass es in der City einige „Hinterhöfe“ gibt, in denen man vortrefflich Pause machen und unter großen, alten Bäumen ein kühles Getränk und ein leichtes Gericht genießen kann. Hier meine Favoriten:

Kubanische Küche unterm Ahorn

Karibik in der Kornmarktpassage: das “Villa Cuba”. Foto: Christoph Mischke

Die Kornmarktpassage direkt neben der Tourist Information am Markt führt in den Garten des „Villa Cuba“. Unter einem großen Ahorn gibt es dort kubanische Küche, aber auch kreolische Spezialitäten. Mein Geheimtipp ist das Frühstück, das, ideal für Langschläfer, von 10 bis 16 (!) Uhr serviert wird. An heißen Sommertagen gibt’s für mich nur „Dom. Rep.“ mit Melone und Serrano Schinken. Lecker!

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Pasta im Kastaniengarten

46 Pasta-Gerichte zur Auswahl: das “Nudelhaus”. Foto: Christoph Mischke

Eine gute Alternative ist das “Nudelhaus”, nur ein paar Schritte vom Gänseliesel entfernt. Durch das Lokal gelangt man in den Kastaniengarten, wo ein ausladendes Exemplar dieser Art nahezu allen Plätzen Schatten spendet. Von der lebhaften Straße vor dem Haus ist hier nichts zu hören. Idylle pur! Die Gerichte mit viel Gemüse werden frisch zubereitet, das Fleisch kommt von Züchtern aus der Region. Und getreu dem Motto „Nudel verpflichtet“ werden die Teigwaren in Eigenproduktion hergestellt. Bei 46 verschiedenen Nudelgerichten kann ich mich nur schwer entscheiden. Vielleicht doch etwas anderes? Für Pastaverächter gibt es natürlich auch Pizza.

Leichtes von der Sommerkarte

Speisen und Getränke unter der Linde: das “Esprit”. Foto: Christoph Mischke

Das „Esprit“ ist fußläufig nur wenige Minuten vom Marktplatz entfernt. Die Plätze unter der großen Linde hinter dem Lokal sind begehrt. Dort genieße ich gerne etwas von der Sommerkarte (vielleicht Lachsfilet mit Gurkensalat?) oder Quiche oder einen frischen Salat.  Frische ist hier ohnehin Programm, auch bei den leckeren Waffeln. Kaffeekenner kommen bei dem großen Angebot voll auf ihre Kosten und wenn man sich mit Arabica und Co. nicht auskennt, so wie ich, hilft die nette Bedienung gerne weiter. Meine Leidenschaft sind eher die hausgemachten Limos und abends die Cocktails aus der umfangreichen Karte.

Idyllischer Biergarten

Ein ganz besonderes 3-Gänge-Menü: “The Queen’s Head”. Foto: Christoph Mischke

In einem schmalen Hof im neuen Kuqua (Kunstquartier), das sich unter anderem durch den Bau eines neuen Galeriegebäudes gerade zur Göttinger In-Gegend entwickelt, liegt das “The Queen‘s Head”. Schon ab 16 Uhr kann man im idyllischen Biergarten des einzigen Göttinger Pubs in Ruhe verschiedene Biere aus aller Welt genießen. Außerdem gibt es natürlich Whisk(e)y-Tastings, Cocktails und ein ganz besonderes 3-Gänge-Menü: 2 Carlsberg 0,5 und 1 Radeberger Kräuter. Leicht zu finden ist der Pub nicht, aber das Suchen lohnt sich. Von der Düsteren Straße, die gar nicht mehr düster ist, biegt man bei pro office rechts ab und folgt der Beschilderung zum Literarischen Zentrum.

Gastraum oder Kirchhof

Kindgemäß und ganz viel Platz: das “P-Café”. Foto: Christoph Mischke

Nicht weit vom Pub entfernt lädt das “P-Café” auf dem Nikolai-Kirchhof schon morgens ab 9 Uhr zum Frühstücken ein. Während man bei schlechtem oder kaltem Wetter in dem kleinen Gastraum manchmal kaum Platz findet, stehen im Sommer auf dem Kirchhof 150 Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Besonders beliebt ist das P-Café bei jungen Leuten und Familien mit kleinen Kindern. Letzteres liegt an der kindgemäßen Ausstattung: Sandkasten inklusive Spielzeug, kleine Sitzgelegenheiten und ein Bobbycar erfreuen das Herz des Gästenachwuchses. Und da die nächste Straße weit entfernt ist, kann hier ungestört gespielt werden. Die Speisekarte zeichnet sich durch Hausgemachtes und Frische aus. Meine Favoriten sind von der Jahreszeit abhängig: Im Winter sind es die leckeren Suppen, im Sommer die selbstgemachten Eistees.

Raffiniert und bodenständig

Versteckte grüne Oase in der City: das “Apex”. Foto: Christoph Mischke

Das “Apex” in der Burgstraße ist seit 1971 eine Göttinger Institution. Es bietet jungen Künstler*innen und der Theaterformation Stille Hunde eine Bühne für ein buntes Kulturprogramm. Aber auch kulinarisch hat das Apex einiges zu bieten. Die ARD Buffet-Köchin Jacqueline Amirfallah kocht hier raffinierte und bodenständige Gerichte mit regionalen und saisonalen Zutaten. Ich mag am liebsten die, in denen sich die orientalische Heimatküche Jacquelines widerspiegelt. Diese und alle anderen Köstlichkeiten kann man sowohl im überdachten Innenhof als auch auf einer geräumigen Terrasse hinter dem Lokal inmitten von Rasenflächen und Bäumen genießen – eine der vielen versteckten Oasen mitten in der quirligen Göttinger City.

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